Wenn man Tag für Tag und Woche für Woche so vor sich hin wurschtelt und man selber gar nicht merkt, wie man sich verzettelt, wie man immer mehr auf sich lädt und jeder die Verantwortung auf dich ab wälzt und du schön brav alles aufsaugst wie ein Schwamm, braucht man manchmal eine klare Ansage, um ins Denken zu kommen.
Dir gut gesinnte Mentoren sagen auf einmal „ehrlich aber so geht das nicht weiter“ und Du weißt, dass es stimmt und das tut weh, sich selber einzugestehen, dass es so nicht weitergeht.
Also auch „Nein“ ist ein vollständiger Satz. Ich wusste es mal aber irgendwie scheint mir das Abhanden Gekommen zu sein. Türe zumachen und konzentriert an einer Sache arbeiten. Alle Medien, die dich ablenken einfach mal ausschalten. Gezielt Zeiten vereinbaren, wo Zeit für diese Dinge ist, das Handy umdrehen, es lenkt ab, wenn es dauernd blinkt und Du schaust doch wieder hin. All diese Dinge habe ich wieder hervorgeholt, einst selbstverständlich und irgendwie hat es sich anders eingeschlichen.
Und was soll ich sagen, mein Schreibtisch ist aufgeräumt, die To-Do Liste viel kürzer, Dinge, die ich schon lange machen wollte, wurden heute erledigt, delegieren ist auch sehr hilfreich, auch wenn es andere nicht mehr gewöhnt sind, Beate hat doch immer alles gemacht, warum denn heute nicht mehr – aber es geht, auch hier ist eine klare Ansage sehr hilfreich.
Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag und wie geht es Dir, bist Du auch eher ein Schwamm oder hast Du das Wort „Nein“ schon in deinen Alltag integriert?